Vergleich
Hausnotruf oder App? Was 2026 für wen besser passt
Beide Systeme wollen dasselbe: sicherstellen, dass im Notfall jemand reagiert. Aber sie funktionieren grundlegend anders — und für unterschiedliche Menschen.
Was ist ein klassischer Hausnotruf?
- Ein Knopf am Körper — als Armband oder Halskette getragen
- Im Notfall wird auf Knopfdruck eine professionelle Notrufzentrale erreicht (DRK, Johanniter, ASB, Malteser, Caritas)
- Monatliche Kosten: ca. 25–40 € plus einmaliger Anschluss
- Zuschuss durch die Pflegekasse möglich — bei anerkanntem Pflegegrad 1 oder höher
- Sturzerkennung bei einigen Geräten automatisch verfügbar
Was leistet eine Check-in-App wie Corlo?
- Täglicher aktiver Check-in: einmal am Tag bestätigen, dass alles in Ordnung ist
- Bleibt der Check-in aus, werden hinterlegte private Notfallkontakte alarmiert — keine Notrufzentrale
- Dauerhaft kostenlos im Free-Tarif; mit SMS-Alarm 1,99 €/Monat
- Kein Gerät am Körper nötig — das eigene Smartphone reicht
- Automatische Sturzerkennung ist nicht enthalten und wird nicht versprochen
Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Hausnotruf | Corlo |
|---|---|---|
| Aktivierung | Knopfdruck im Notfall | Aktiver Check-in täglich |
| Empfänger bei Alarm | Professionelle Notrufzentrale | Private Notfallkontakte |
| Monatliche Kosten | ca. 25–40 € | 0 € oder 1,99 € |
| Pflegekassen-Zuschuss | Ja (bei Pflegegrad) | Nein |
| Gerät am Körper | Armband oder Halskette | Eigenes Smartphone |
| Sturzerkennung | Teilweise automatisch | Nein |
| Datenschutz | Variiert je Anbieter | DSGVO, EU-Server, keine Werbung |
Für wen ist der klassische Hausnotruf die bessere Wahl?
- Personen mit hohem Sturzrisiko, die im Notfall nicht selbst aktiv handeln können
- Menschen ohne Smartphone oder ohne Affinität zu Apps
- Personen mit anerkanntem Pflegegrad, die den Zuschuss der Pflegekasse nutzen möchten
- Bewohner von Pflegeeinrichtungen mit integrierter Rufanlage
Für wen ist Corlo die bessere Wahl?
- Aktive Senioren, die Selbstständigkeit priorisieren und sich nicht überwacht fühlen wollen
- Menschen ohne Pflegegrad, die keinen Anspruch auf Zuschüsse haben
- Für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie z.B. Epilepsie oder Diabetes
- Familien, die einen ergänzenden Schutz für ihre Angehörigen einrichten möchten — unkompliziert und ohne Gerät
Häufige Fragen
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